01.08.2012

CD of the Week - Arnold Schoenberg's Songs
Open Letters Monthly (Norman Lebrecht)

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Einmal mehr wird deutlich, dass das Konzept der Edition - Schönberg von seiner romantischen Seite aufzuzäumen - aufgegangen ist. Diese Rezension gipfelt allerdings in einer kompromisslosen Aufforderung zum Kauf ...

Lied für Lied durch den gesamten Schönberg, das hat noch keiner versucht. Und je mehr man in diese vier CDs eintaucht, desto erhellender wird es. Das Lied scheint für Schönberg ein autodidaktisches Medium, die Quelle seiner einzigen musikalischen Ausbildung gewesen zu sein. Die frühesten Lieder dieser Box datieren von 1893, als Schönberg - noch im Teenageralter - begann, in einer Bank zu arbeiten. Und er beendete die Komposition von Liedern an einem Scheideweg seiner Entwicklung: als er 1908 ein "Lied" in sein zweites Streichquartett einbaute, die Tonalität aufgab und die Zukunft der Musik für immer veränderte.

Das Lied spielt für Schönbergs Reputation eine marginale Rolle, zusammengenommen wie in dieser Edition zeigen die Lieder jedoch, wie Schönberg zum dem Komponisten wurde, der er ist.

Die Interpretationen sind akkurat, schön und beispielhaft. Claudia Barainsky und Melanie Diener sind die Soprane, Anke Vondung der Mezzo, Christa Mayer der Alt, Markus Schäfer der Tenor und Konrad Jarnot der alle überragende Bariton. Urs Liska begleitet, und es könnte nicht besser klingen.

Werfen Sie Ihre alten Aufnahmen von Schönberg-Liedern hinaus. Dies ist die Box, die man haben muss.